Rubin
Der Julistein
Familie
Der Rubin gehört in die Familie der Korunde. Das Wort Korund kommt aus dem indischen Raum und nimmt Bezug auf die grosse Härte des Minerals.
Geschichtliches
Rubin gehört, neben Diamant, Saphir und Smaragd, zu den sogenannten "big four" der Edelsteinwelt. Er ist seit der Antike bekannt und wurde bis um 1800 zusammen mit anderen roten Steinen wie dem Spinell und dem Granat als Rubin oder als Karfunkel bezeichnet. Man erkannte die unterschiedlichen Eigenschaften der Steine allerdings schon damals und gab ihnen zur Unterscheidung oft, neben dem Rubin, noch eine zusätzliche Bezeichnung wie z.B. orientalischer Rubin (für den heutigen Rubin) oder Rubin-Spinell (heutiger Spinell) etc.
Fundgebiete
Die bedeutendsten Fundgebiete liegen in Myanmar (Burma), Thailand, Sri Lanka und Tansania. Wobei die Steine aus Burma mitunter zu den feinsten gehören.
Preise
Wie bei allen Edelsteinen gibt es auch beim Rubin eine riesige Preisspanne. Opake, rissige, behandelte Steine gibt es bereits ab CHF 20.- im Karat. Bei taubenblutroten (so nennt man die feinste Farbe bei Rubinen), einschlussfreien, unbehandelten und klaren Rubinen steigen die Preise steil nach oben. Sind sie dazu noch gross und kommen aus Burma können sie gerne auch CHF 60'000.- bis CHF 80'000 pro Karat kosten.
Kurioses
Wie oben unter Geschichtliches bereits erwähnt, nannte man, bis um 1800, neben dem Rubin auch alle anderen roten Steine Rubin oder Karfunkel, oft mit entsprechendem Beinamen. Aus diesem Namenswirrwarr resultierte wohl eines der bekanntesten "Missverständnisse" in der Geschichte um die britische Königskrone. So wurde lange Zeit angenommen, dass der geschichtsträchtige 170 Karat schwere rote Edelstein names "Rubin des schwarzen Prinzen" im Zentrum der englischen Königskrone ein Rubin ist. Wie sich jedoch bei einem Untersuch herausgestellt hatte, handelt es sich bei dem Edelstein "nur" um einen roten Spinell.