Saphir
Der Septemberstein
Familie
Der Saphir ist, neben dem Rubin, der zweite bekannte Vertreter aus der Familie der Korunde.
Geschichtliches
Der Name Saphir ist abgeleitet vom griechischen Wort «sapheiros» welches blau bedeutet.
Seit jeher ist der Saphir ein beliebter und teurer Edelstein und gehört auch heute noch, neben Rubin, Smaragd und Diamant, zu den «big four» in der Edelsteinwelt. Aufgrund seiner intensiv blauen Farbe wurde er von den Menschen mit dem Himmel assoziiert. Nicht zuletzt deshalb ist er für kirchliche Würdenträger von grosser Bedeutung und in den Ringen vieler Bischöfe zu finden. In der Antike wurde nicht nur der Saphir so genannt, sondern andere blaue Steine wie der Lapislazuli zum Beispiel auch. Obwohl Saphire alle Farben aufweisen können, wird heute ausschliesslich der blaue Saphir als Saphir ohne weitere Beinamen bezeichnet. Zu allen anders farbigen Saphiren, ausser dem roten (das ist ein Rubin), wird ein Beinamen oder eine Handelsbezeichnung hinzugefügt. z.B. gelber Saphir, grüner Saphir, Leuko Saphir (farblos), Padbaradscha (orange-pink) usw.
Fundgebiete
Die heute bedeutendsten Lagerstätten liegen in Sri Lanka, Australien, Myanmar und Thailand. Saphire aus Sri Lanka, sogenannte Ceylon-Saphire, gehören mitunter zu den beliebtesten und teuersten Steinen.
Preise
Preise richten sich, wie für alle Edelsteine, nach deren Reinheit, Farbe, Grösse und Herkunft. Saphire starten bei wenigen Franken pro Karat und erreichen bei entsprechenden Merkmalen Preise von bis zu mehreren CHF 10'000 pro Karat.
Kurioses
Kuriose Geschichten und Mythen ranken sich um viele Edelsteine. Die Geschichte des «Black Star of Queensland» ist aber wirklich passiert. 1939 hat ein kleiner Junge bei seinen Streifzügen durch den australischen Outback in Queensland einen grossen Stein entdeckt. Er gefiel dem Jungen und so brachte er seinen Fund nach Hause. Da sich der Stein hervorragend als Türstopper eignete wurde er fortan für diesen Zweck verwendet. Nach einigen Jahren kam ein Edelsteinschleifer bei der Familie vorbei. Ihm ist der Stein sofort aufgefallen und er bot eine stattliche Summe dafür. Die Familie verkaufte ihm den Stein und konnte sich aus dem Geld des verkauften «Türstoppers» ein neues Haus bauen. Der Edelstein wurde später zum Cabochon geschliffen und galt mit seinen 733ct bis ins Jahr 2015 als grösster Sternsaphir der Welt.