Turmalin
Der Oktoberstein
Familie
Die Turmalin Familie umfasst eine ganze Reihe an Mischkristallen mit wunderschönen ein- oder mehrfarbigen Kristallen. Unter anderem den Paraiba Turmalin mit seiner magischen, leuchtenden, lagunenblauen Farbe.
Geschichtliches
Seit der Antike ist der Edelstein bereits im Mittelmeerraum bekannt. Zu uns auf die Alpennordseite fand er jedoch erst im 18ten Jahrhundert. Seefahrer brachten ihn von Sri Lanka (Ceylon) nach Mitteleuropa. Sein Name ist vom Singhalesischen Wort «turmali» abgeleitet was sinngemäss «Stein mit gemischten Farben» bedeutet.
Fundgebiete
Die heute bedeutendsten Lagerstätten befinden sich im Bundesstat Minas Gerais und Paraiba in Brasilien. Von letzterem stammt auch der originale Paraiba Turmalin. Viele weitere Fundgebiete finden sich auf der ganzen Welt. So auch in Europa und sogar in der Schweiz, namentlich im Tessin.
Preise
Auch bei Turmalinen ist die Preisspanne riesig und beginnt bei einigen Franken pro Karat für trübe, rissige oder farblich unattraktive Steine und geht hoch bis einige 10'000 Franken pro Karat für feine Paraiba-Turmaline aus Brasilien.
Kurioses
Wie anfangs bereits erwähnt brachten Seefahrer im 18ten Jahrhundert die ersten Turmaline nach Mittel- und Westeuropa. Natürlich wussten die Seeleute auch die speziellen Eigenschaften der Turmaline zu schätzen. z.B die Piezo- und Pyroelektrischen Eigenschaften. Durch Reiben oder Erhitzen und anschliessendem abkühlen des Steins wird der Turmalin elektrisch aufgeladen und zieht Staub und Papierschnipsel an. Kurzerhand benutzten die Seefahrer den Edelstein, um die Asche aus Ihren Tabakpfeifen zu ziehen und nannten ihn «Aschetrekker» was so viel wie «Aschenzieher» bedeutet. Tatsächlich war der Name Aschetrekker für Turmalin damals auch gebräuchlich.